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Spezielle Kinderbehandlung

Raucher-Kinder haben öfter Asthma und Allergien

Einer Studie der Universität Würzburg zufolge sind Kinder aus Raucher-Haushalten besonders anfällig für Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis. Zudem wurde im Blut der Kinder eine deutliche Belastung mit Krebs erzeugenden Stoffen aus dem Tabakrauch erkennbar.

Tabakrauch gehört nach Angaben der Forscher zu den bedeutendsten Luftschadstoffen, denen Kinder in Räumen ausgesetzt sind. Er besteht aus mehr als 4.500 chemischen Verbindungen, die auf unterschiedliche Weise die Gesundheit belasten. Dazu gehören Stoffe, die die Schleimhaut reizen, toxische Komponenten und Substanzen, die Allergien auslösen. Außerdem wurden mehr als 50 Substanzen nachgewiesen, die das Erbgut verändern und Krebs erzeugen können.

An der Studie, die über einen Zeitraum von zwei Jahren durchgeführt wurde, nahmen 216 Kinder im Alter von zwei bis 15 Jahren teil. Der Oberarzt der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkranke der Universität Würzburg, Gerald Baier, wurde für die Untersuchung mit dem rund 7500 Euro dotierten Forschungspreis "Rauchfrei leben" ausgezeichnet.

Zecken - Gefährliche Blutsauger im Unterholz

Zeckenbisse können schwer krank machen

Wald- und Naturkindergärten erfreuen sich großer Beliebtheit. Allein im Raum Hamburg sind mindestens 30 Kindergärten zwischen Bäumen, Büschen und Sträuchern angesiedelt. Diese wildromantische Umgebung gefällt nicht nur Kindern und Betreuern - auch die spinnenähnlichen, längsovalen, ein bis fünf Millimeter langen Zecken fühlen sich im hohen Gras, Gebüsch und Unterholz pudelwohl. Und sie warten geduldig auf eine Blutmahlzeit. Wenn sie ein (menschliches) Opfer gefunden haben, saugen sie sich mit ihrem Mundwerkzeug in der Haut fest, mästen sich mit Blut und werden bis zu zwölf Millimeter groß.

Zeckenbisse sind leider nicht immer harmlos. Zecken können Krankheiten auf Menschen übertragen, so zum Beispiel die virusbedingte Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME) und die durch Bakterien verursachte Lyme Borreliose. Zecken, die mit dem FSME-Virus behaftet sind, kommen in Deutschland nur in bestimmten Gebieten vor, vornehmlich im Odenwald, der Gegend um Bad Kreuznach, im Bodenseeraum, im Schwarzwald und in der Umgebung um Passau, Stuttgart und Karlsruhe. Allerdings trägt in Bayern nur jede 900. Zecke das FSME-Virus in sich, in Österreich etwa jede 30. bis 40. Außerdem gibt es gegen FSME eine Zeckenschutzimpfung.

Weitaus mehr Zecken von der Sorte "Gemeiner Holzbock" übertragen die Erreger der Lyme-Borreliose. Je nach Region sind 7 bis 30 Prozent der Zecken mit dem Bakterium "Borrelia burgdorferi" infiziert, und diese Sauger tummeln sich in ganz Deutschland. Ihr Vorkommen reicht von der Nord- und Ostseeküste bis in 2000 Meter Höhe in den Alpen. Gegen die heimtückische Lyme-Borreliose gibt es in Deutschland zurzeit noch keine Schutzimpfung. Die FSME-Zeckenimpfung wirkt nicht gegen Lyme-Borreliose.

Man schätzt, dass in der Bundesrepublik jährlich 40.000 bis 80.000 Menschen an Lyme-Borreliose erkranken - verursacht durch einen Zeckenbiss. Die Krankheit zeigt sich in verschiedenen Erscheinungsbildern. Es gibt leichte, aber auch schwere, chronische Fälle. Etwa eine Woche nach einem Zeckenbiss, der wegen seiner Schmerzlosigkeit oftmals unbemerkt geblieben ist, breitet sich kreisförmig um die Bissstelle ein roter, juckender Hautausschlag aus. Fieber und Gliederschmerzen können hinzukommen. Zwei bis sechs Wochen später machen zum Teil heftige Nervenschmerzen zu schaffen.

Der Gehör- und Geschmacksinn kann beeinträchtigt und/oder eine Gesichtshälfte gelähmt sein. Es können sich aber auch Herzrhythmusstörungen und eine Herzentzündung einstellen, begleitet von Kopf-, Nacken- und Gliederschmerzen.

Wird die Krankheit nicht behandelt, tritt nach Monaten oder gar Jahren das dritte Stadium auf: Schmerzen im Knie oder anderen großen Gelenken.
Auch Nervenschädigungen und Hautveränderungen kommen vor.

Wenn irgendwelche der oben genannten Beschwerden, seien sie auch noch so unspezifisch, auftreten, sollte man sofort zum Arzt gehen.

Eine Blutuntersuchung kann in der Regel die Erreger nachweisen. Behandelt wird dann mit Antibiotika. Je früher die Behandlung einsetzt, desto größer sind die Heilungschancen.

Die einzige sinnvolle Vorbeugung gegen die Lyme-Borreliose besteht darin, sich im Wald von März bis November so zu kleiden, dass die Zecken die nackte Körperhaut nicht erreichen können. Das heißt:

  • lange Hosen aus festem (Jeans-)Stoff und langärmlige Hemden tragen, langschäftige Socken und feste Schuhe, am besten Stiefel, anziehen.
  • Einfarbige, helle Kleidung erleichtert das Absuchen nach Zecken.
  • Mückenschutzmittel wie Autan wirken in gewissem Umfang auch gegen Zecken. Allerdings lässt ihre Wirkung nach zwei Stunden nach.

Zecken sofort entfernen

Zecken lieben warme, feuchte und gut durchblutete Hautpartien. Sie saugen sich gern in der Leistengegend, den Kniekehlen, unter den Armen, am Nacken und am Kopf (Haaransatz) fest. In der Haut festsitzende Zecken sollten möglichst bald entfernt werden. Je länger sie saugen, desto größer ist die Gefahr einer Infektion mit Krankheitserregern.

Am besten entfernt man die Zecke mit einer Pinzette. So kann man die Mundwerkzeuge der Zecke direkt über der Haut im Bereich ihres Kopfes fassen und durch langsames Bewegen nach hinten - also entgegen der Strichrichtung - vorsichtig herausziehen. Wichtig ist in jedem Fall dass der Zeckenleib weder gequetscht noch beschädigt wird, da dies die Infektion durch vorhandene Erreger fördern kann. Vor der Entfernung sollte die Zecke keinesfalls mit Creme, Öl, Alkohol, Nagellackentferner oder ähnlichem bedeckt werden. Sie würde auf solche Attacken mit verstärkter (erregerhaltiger) Speichelabsonderung reagieren.

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