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Sportmedizinische Beratung

Frage: Wie behandele ich Verstauchungen oder Zerrungen?

Antwort: Akute Verletzungen, wie Verstauchungen während des Trainings werden so behandelt, dass der betroffene Körperteil gekühlt und ruhig gestellt wird. Der Trainingsabbruch ist selbstverständlich. Je nach Grad der Verletzung fahren Sie sofort ins Krankenhaus oder konsultieren Sie einen Arzt.
Zerrungen könne ebenfalls gekühlt werden, um das Schmerzempfinden zu verringern. Ein Druckverband stabilisiert den verletzten Bereich. Der Arztbesuch ist unumgänglich, da es sich bei der Verletzung auch um einen Muskelfaserriss handeln könnte.

Frage: Ich habe vor kurzem mit Sport begonnen und meine Ernährung umgestellt, um abzunehmen. Doch ich habe entgegen meine Erwartungen Gewicht zugelegt anstelle zu reduzieren. Mache ich etwas falsch?

Antwort: Nein. Dieses Phänomen ist völlig normal. Zu Beginn des Trainings baut der Organismus Muskeln auf. Dies liegt daran, dass sich der Körper erst mal an die für ihn neuen Belastungen gewöhnen muss. Sportanfänger bauen dabei mehr Muskelmasse auf als Trainierte, die sich bereits regelmäßig körperlichen Belastungen aussetzen.
Dieses Phänomen setzt sich also nicht beliebig so fort. Es wird lediglich so viel Muskelmasse aufgebaut, wie der Körper braucht, um den regelmäßigen Belastungen und Widerständen Stand zu halten - so auch im Sport.
Wenn der Körper dann seine wiederkehrenden Belastungen toleriert, fängt der Prozess der Optimierung an. Dies ist der Beginn der Gewichtsreduktion. Und wenn dann mit der Zeit das Gewicht abnimmt, geht automatisch auch die Belastungshöhe zurück - und der Körper braucht auch die (vorher extra aufgebaute) Muskelmasse nicht mehr. Auch diese wird dann allmählich wieder abgebaut.
Leider gibt es keinen definierten Zeitpunkt für diese Prozesse. Lassen Sie sich also nicht entmutigen. Wenn Sie zum Training auch ihre Ernährung auf den Sport abgestimmt haben, werden Sie in unmittelbarer Zukunft die von Ihnen gewünschten Erfolge bemerken können. Das einzige, was Sie brauchen ist: etwas Geduld zu beweisen und den Willen zum Weitermachen nicht zu vergessen!

Frage: Was sollte ich als Diabetiker beim Training beachten?

Antwort: Diabetiker sollten jedes Training herzfrequenzkontrolliert absolvieren. Dazu benötigen Sie eine Pulsuhr und eine Pulsgurt. Diabetiker nehmen häufig das Medikament: Betablocker zu sich, welches die Herzfrequenz reguliert und absenkt. Die Belastung des Sportlers sollte nicht zu hoch sein. Ansonsten ist es Diabetikern möglich jede Sportart auszuüben.

Frage: Was ist der BMI?

Antwort: "BMI" ist der übliche Kürzel der Messgröße "Body Mass Index". Dieser stellt das optimale Körpergewicht/Fettgehalt in Relation zur Größe, zum Geschlecht und zum Alter der untersuchten Person dar. Ähnlich den Körperfettwaagen oder der Bio Impedanz Analyse (BIA) ist eine Untersuchung nicht 100% genau. Des Weiteren sind diese Testverfahren nur dann aussagekräftig, wenn sie in regelmäßigen Abständen wiederholt werden und somit Vergleichswerte zur Verfügung stehen. Um ein hohes Maß an Aussagekraft zu gewährleisten, sollten die Tests immer unter möglichst gleichbleibenden Bedingungen stattfinden.

Frage: Wie kommt Muskelkater zustande und was kann ich dagegen tun?

Antwort: Es gibt mehrere Theorien zu diesem Phänomen. Die wahrscheinlichste sind mehrfache Mikrorisse in der Muskulatur an den sog. "Z- Scheiben". Diese Risse verheilen von selbst. Das Training kann während des Muskelkaters fortgeführt werden.

Frage: Nach einem Bandscheibenvorfall und abgelaufener Krankengymnastik möchte ich wissen, wie ich am besten meinen Rücken stabilisiere?

Antwort: Es gibt Bodengymnastische Übungen, die Sie zu Hause ausüben können. Des Weiteren haben wir mit Krankenkassen, wie der AOK, Programme zur Rückenschule oder Wirbelsäulengymnastik entwickelt.

Frage: Können sich Frauen genauso belasten wie Männer?

Antwort: Grundsätzlich erst einmal Ja!!!
Aus morphologischer Sicht gibt es allerdings ein paar kleine Unterschiede, die beim Training beachtet werden sollten. Frauen haben gegenüber Männern ein schwächeres Bindegewebe und prozentual anteilig weniger Muskelmasse. Dafür sind im Allgemeinen ihre Bandstrukturen elastischer als die der Männer. Dies führt zu einer geringeren Verletzungsanfälligkeit.

Aus leistungsphysiologischer Sicht gibt es dagegen keine Unterschiede. Frauen und Männer können dasselbe Training, mit demselben Umfang und derselben Intensität absolvieren. Deutlich zeigen dies z.B. die Essener Nachwuchsläufer, wo leistungsorientierte Jugendliche in gemischten Trainingsgruppen gemeinsame Programme absolvieren und zusammen ihre Erfolge erzielen.

Frage: Habe ich als Raucher Leistungseinbußen in Training und Wettkampf?

Antwort: Das Rauchen stellt generell eine physiologische Leistungseinschränkung dar. Es kommt zu Teereinlagerungen in der Lunge, welche die Bereitstellung des Organismus mit Sauerstoff hemmt. Eine weitere Einschränkung besteht in der Verengung der Arterien (Arteriosklerose). Die Blutbahnen verengen sich und hemmen die Versorgung des Organismus mit Blut. Sollte sich eine solche Verstopfung oder Verklebung der Arterien lösen und zum Herzen gelangen kommt es zu einem Herzinfarkt. Auch die deutlich größere Gefahr einer Krebserkrankung ist wissenschaftlich absolut unbestritten.
Beim Krafttraining sind die reinen Leistungseinschränkungen nicht so auffällig wie beim Ausdauertraining. Da beim Ausdauertraining Herzmuskel und Lunge intensiver und über einen längeren Zeitraum arbeiten müssen, um die Gefäße mit Blut und Sauerstoff zu versorgen, ist die Leistungsfähigkeit spürbar eingeschränkt. Aber auch der rauchende Kraftsportler kann nicht sein Leistungsoptimum in Training und Wettkampf erzielen.
Andererseits sollte man aber auch sagen, dass ein Raucher, der keinen Sport treibt, sicher eine schlechtere Gesundheitsprognose bekommt als ein sportreibender Raucher. Insofern stellt das Rauchen kein Hindernis, sondern eher einen Grund für ein sportaktives Leben dar.

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