Ästhetische Medizin
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Ästhetische Medizin

Faltenbehandlung mit Botulinum (Botox)

Ein kleiner Eingriff mit großer Wirkung

Schon mit Beginn des 20. Lebensjahres zeichnen sich die ersten Alterserscheinungen auf dem menschlichen Gesicht ab. In diesem Alter verlangsamt sich die Zellerneuerung in der Oberhaut und die Produktion körpereigener Stützstoffe wie Kollagen und Elastin geht zurück. Das führt zu weniger Spannkraft und Elastizität der Haut. Durch Muskelkontraktion entstehen dann so genannte Zornesfalten, Stirnfalten und Krähenfüße.

Ein bewährtes Mittel zur Behandlung solcher Falten ist Botulinumtoxin Typ A, besser bekannt als Botox. Botulinumtoxin wird vorrangig bei mimisch bedingten Falten im oberen Gesichtsdrittel angewendet.

Botulinumbehandlung - Beratung und Aufklärung

Vor der Botulinumtoxin-Behandlung führt der Facharzt mit dem Patienten ein Beratungsgespräch. Im Rahmen dieses ersten Treffens erfolgt eine eingehende Gesichtsuntersuchung. Außerdem werden mögliche Kontraindikatoren festgestellt, also Merkmale, die gegen eine Behandlung mit Botulinumtoxin (Botox) sprechen.

Im Gegensatz zu den Faltenfüllmaterialien erfolgt bei der Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin (Botox) keine direkte Aufpolsterung der Falten, sondern eine Reduzierung der Aktivität jener Muskeln, die die störenden Falten verursachen. Botox hemmt die Ausschüttung des Botenstoffes Acetylcholin, wodurch die Reizübertragung vom Nerv zum Muskel blockiert wird.

OP-Dauer, Erholungsphase und Nachbehandlung

Eine Botulinumtoxin-Behandlung wird ambulant durchgeführt, da der Eingriff weder umfangreich noch zeitintensiv ist und keine Nachbehandlung erfordert. Je nach Umfang der Behandlung dauert der Eingriff etwa zwischen 10 und 30 Minuten.

Die Kosten einer Botulinumtoxin-Behandlung sind individuell verschieden und hängen von unterschiedlichen Faktoren wie der Ausprägung der Falten und der Anzahl der zu behandelnden Regionen ab. Im Durchschnitt kostet eine Botox-Behandlung zwischen 300 und 600 Euro.

Faltenbehandlung mit Filler

Vielfältige Behandlungsmöglichkeiten gegen die Zeichen der Zeit

Zu den bekanntesten Faltenfüllmaterialien zählt die Hyaluronsäure, aber auch andere Filler sind gebräuchlich.
Im Beratungsgespräch sollte der Patient umfassend erläutern, welche Falten in welchem Umfang stören. Danach richtet sich die Entscheidung für Botulinumtoxin, das Glätten der Falten von außen oder ein Auffüllen der Falten von innen. Empfiehlt sich die Anwendung eines Faltenfillers, schlägt der Ästhetisch-Plastische Chirurg das für die individuelle Hautbeschaffenheit und den speziellen Bereich (zum Beispiel Nasolabialfalte, Lippenfalte) passende Füllmaterial vor.

Zur Faltenunterspritzung verwendet man Hyaluronsäure, Eigenfett und andere Stoffe, die von Natur aus im menschlichen Organismus vorkommen (abbaubare Filler). Sie sind besonders verträglich, werden vom Körper aber nach und nach abgebaut. Dauerhaft halten nur Filler mit einem künstlichen Anteil (permanente Filler). Hier sind jedoch mögliche Spätfolgen nicht vorhersehbar, weshalb seriöse Ästhetisch-Plastische Chirurgen vom Gebrauch permanenter Filler meist abraten

Behandlungsdauer und Erholungsphase

Das Unterspritzen der Falten erfolgt ambulant und dauert je nach Umfang nur wenige Minuten bis zu einer halben Stunde. Danach wird die unterspritzte Region gekühlt, um Schwellungen und Rötungen möglichst zu reduzieren.

Schwellungen bestehen etwa einen Tag, bei Eigenfett und dauerhaften Fillern können sie einige Tage länger anhalten. Sonne und Solarium sollten für etwa eine Woche gemieden werden.

Um sicherzustellen, dass das richtige Füllmaterial verwendet wird, sollte die Unterspritzung unbedingt von einem erfahrenen Facharzt durchgeführt werden. Falsch angewendet können je nach Präparat allergische Reaktionen oder Knoten auftreten. Wer unter Allergien leidet, sollte dies unbedingt seinem Plastischen Chirurgen mitteilen. Bei einigen Stoffen wird vorab eine Test-Spritze verabreicht, um allergische Reaktionen auszuschließen.

Eine Faltenunterspritzung kostet je nach Füllmaterial etwa zwischen 200 und 500 Euro, abhängig von dem verwendeten Material und der verwendeten Menge. Für eine anhaltende Reduktion der Falten empfiehlt es sich daher, alle vier bis acht Monate nachbehandeln zu lassen.

Die DGÄPC-Beratungshilfen zu den Themen Fillerbehandlung und Botulinumbehandlung können Sie auf deren Homepage kostenfrei als PDF herunterladen.

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