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Vitamin-C-Infusionen umgehen den Resorptionsengpass im Darm - wichtig bei Entzündungen und Allergien

Unseren Bedarf an Vitamin C decken wir in der Regel über unsere Nahrung. Aber viele Menschen haben einen erhöhten Vitamin-C-Bedarf. Das sind zum Beispiel oft Patienten mit entzündlichen Erkrankungen, Allergien, Dauerstress, Infektionskrankheiten, aber auch Raucher, Diabetiker, Leistungssportler.

 

Denn durch entzündliche Erkrankungen, Tabak, Allergien und Co. entsteht oxidativer Stress. Dieser fördert einen Mangel an Vitamin C. Das ist problematisch, denn das Vitamin ist an zahlreichen Abläufen im Körper beteiligt und eines der wichtigsten Antioxidantien. Es kann zum Beispiel die Synthese von Histamin hemmen und seinen Abbau fördern. Das ist wichtig bei Allergien, denn die verbrauchten Vitamin C: Allergisch bedingte Entzündungen führen zu vermehrter Bildung freier Radikale. Das treibt die Histaminausschüttung nach oben.

Daneben spielt das Vitamin unter anderem für die Kollagenbiosynthese, den Knochenaufbau und die intestinale Eisenresorption eine Rolle. Tumorpatienten wiederum haben oft so niedrige Vitamin-C-Spiegel, dass sie denen von Skorbutkranken ähneln. Dabei liefern Strahlen- und Chemotherapie weiteren oxidativen Stress und oft Nebenwirkungen wie Erschöpfung, Anämie und Übelkeit. Vitamin C kann die Therapiebeschwerden deutlich mindern und die Lebensqualität der Patienten verbessern.

 

Das Arzneimittel enthält 7,5 mg Vitamin C pro 50 ml Injektionsflasche. Die Infusion bietet Vorteile. Denn orales Vitamin C wird gastrointestinal über spezielle Transporter aufgenommen; diese sind der limitierende Faktor der Resorption. Bei stark erhöhtem Bedarf reicht deshalb die orale Gabe oft nicht aus. Mit der Infusion lässt sich diese Resorptionsbarriere umgehen und die Wirksubstanz ist schneller bioverfügbar.

 

Die erste kontrollierte Studie zum Nutzen von Vitamin C führte übrigens Kapitän James Lind 1748 durch. Er prüfte seinen Verdacht, Zitronen könnten gegen Skorbut helfen, indem er seine kranken Männer mit Zitronensaft, Wasser, Tee oder Alkohol behandelte. Auch wenn die Alkoholgruppe dabei vielleicht mehr Spaß hatte - gewonnen hat das Vitamin C: damit erholten sich die Männer binnen zweier Tage.

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